Auftrag und Versprechen - November 2018 - Leben–Natur–Raum

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 Manchmal wundert man sich, macht sich tausend Gedanken, warum etwas nicht gelingen mag. Allerlei Erklärungen kommen in den Sinn, ohne dass sie wirklich eine Lösung schenken. Die Frage, warum es nicht gelingt, bleibt und manchmal belastet uns das Thema noch mehr.
Meist sind die Ursachen, auf die wir mit rationalem Nachdenken nicht kommen, zu tief in unserem Unterbewusstsein eingegraben. Das kann vieles sein, doch häufige Gründe sind Aufträge und Versprechen. Versprechen geben wir selbst, z.B. im Schmerz einer gescheiterten Liebesbeziehung, sagen wir uns, nehmen wir uns vor, uns nie wieder zu verlieben. Wir wollen das nicht noch einmal erleben. Das ist ein Versprechen, dass wir uns leichtfertig gegeben haben. Sind der Schmerz und die Trauer der Trennung überwunden, haben wir das Versprechen vergessen und wundern uns, warum es auch Jahre danach nicht gelingen mag, wieder eine Liebesbeziehung leben zu können. Nicht selten meinen wir, die Schuld in unserer Beziehungsunfähigkeit zu finden oder in sonstigen angeblichen Mängeln. Doch wir müssten „nur“ unser Versprechen zurücknehmen und die eingegangene Verpflichtung auflösen. Es gibt viele Wege, dies zu tun. Doch wie soll das geschehen, wenn wir davon nichts mehr wissen?
Noch etwas schwieriger ist es mit den Aufträgen, die wir von anderen, uns wichtigen Menschen erhalten. Meist erteilen diese Aufträge unsere Eltern in der Kindheit. In der Regel tun sie das auch unbewusst, oft im Ansinnen, das Beste für uns zu wollen. Der Vater, der selbstverständlich davon ausgeht, dass der Sohn sein mühsam aufgebautes Geschäft übernimmt und in seinem Sinn weiterführt. Da soll der Sohn, dessen Seele Musiker sein möchte, nun das Installationsgeschäft des Vaters leiten. Oder die Mutter, die ihren Töchtern vermittelt, als Frau dürfen sie keine eigenen Wünsche oder Ziele haben, sie müssten sich anpassen und dienen. Solche Aufträge wirken das ganze Leben lang, manchmal sogar über Generationen, wenn es nicht gelingt, sie aufzulösen. (Es gibt auch die Ansicht, dass sich solche Versprechen und Aufträge als Karma über verschiedene Leben erhalten und weiter wirken.) Auch hier stehen wir wieder vor dem Problem, wie wir solche Aufträge erkennen können, wenn wir nichts davon wissen und oft uns selbst und unserem Unvermögen die Schuld daran geben.
Gibt es Themen in unserem Leben, die uns immer wieder nicht gelingen wollen, kann das ein Hinweis auf ein Versprechen oder einen Auftrag sein. Die Aufstellungsarbeit kann solche Aspekte sichtbar machen. Sie werden in einer Aufstellung ausgesprochen oder werden als RepräsentantIn sichtbar. Und für alles, was sich in einer Aufstellung zeigt, können wir eine Lösung finden.

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